[Rezension] „Autumn & Leaf“ von J.K. Bloom

Klappentext

551 und 556. Das sind ihre Produktnummern, denn sie wurden von einer Maschine erschaffen und in einem Institut großgezogen, wo sie darauf warten, verkauft zu werden. Sie sehen aus wie Menschen, besitzen jedoch keinerlei Rechte, dürfen keine Gefühle haben und schon gar keinen Umgang miteinander pflegen. Doch Autumn und Leaf geben sich Namen, lieben sich in aller Heimlichkeit und planen, zu fliehen. Als Leaf ausgerechnet an einen grausamen Mann verkauft werden soll, muss alles schnell gehen und die Flucht steht kurz bevor. Doch da erfährt Leaf, dass sich Autumn allein davongestohlen hat, ohne sie mitzunehmen. Ihr bleibt nur, sich ihrem Schicksal zu ergeben, denn ohne ihn ist sie eben nur 556. Ein Produkt, dazu verdammt, für die perversen Fantasien ihres neuen Besitzers herzuhalten. Sie ahnt nicht, dass die wahre Grausamkeit ihr noch bevorsteht, denn Autumn hat das Institut nicht freiwillig verlassen …

Verlag: Sternensand Verlag | Genre: Dystopie, Einzelband | Seiten: 448
Preis:
E-Book: € 4,99 / Taschenbuch: € 14,90 | Erschienen: 16.11.2020
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Meine Meinung

Endlich mal wieder eine knackige Dystopie die runter ging wie Öl! Kennt ihr das Gefühl, wenn die ganzen Bücher die ihr in letzter Zeit gelesen habt zwar irgendwie gut waren, aber doch nicht so das Wahre!? Dies ging mir in den letzten Wochen so und dann kam Autumn & Leaf. Eine 448 Seiten lange Dystopie als Einzelband die sich super hat lesen lassen.

Der Beginn des Buches war etwas düsterer. Man wurde direkt ins kalte Wasser geschmissen und ist mitten im Geschehen gelandet. Langeweile? Nicht hier! Man rast von Kapitel zu Kapitel ohne zu wissen wie einem geschieht. Die Autorin hat das Buch unglaublich mitreißend geschrieben und die Kapitel enden überwiegend an Stellen bei denen man praktisch gezwungen wird weiter zu lesen! Dabei lernt man ziemlich schnell die Rollen von Autumn & Leaf in abwechselnder Sichtweise kennen und wie sie in ihren Platz in der Gesellschaft gedrängt werden sollen. An sich sind die beiden 551 und 556, doch Autumn und Leaf sind viel mehr als Maschinen. Sie wollen kein Gegenstand sein mit dem jeder machen kann was sie wollen. Sie wollen nicht ihrem Käufer gehören.

Autumn & Leaf sind als Protagonisten sehr menschlich gehalten, ob Liebe, Verzweiflung, Skepsis oder Schicksalsschläge. Es ist von A bis Z mit vielen Höhen und Tiefen alles dabei. Das Buch regt dabei sehr zum Nachdenken an. Ist die Vision einer Welt wie in diesem Buch unmöglich oder steht sie eigentlich schon vor der Tür? Es gibt viele kritische Themen die man sich definitiv mal genauer anschauen sollte und sie möglichst aus anderen Blickwinkeln zu sehen. Versetzt man sich in die Lage von bestimmten anderen Menschen, ist einem das dann zuwider oder kann man Verständnis aufbringen?

Fragen über Fragen die mich immernoch beschäftigt, denn das Buch lässt mich einfach nicht los. Die Geschichte ist beendet aber ich stelle mir immernoch so einige Fragen zu Handlungen und Geschehnissen aus dem Buch. Man muss wirklich viel nachdenken und wirft einen ganz anderen Blick auf die Gesellschaft.

Das Buch bietet aber nichtsdestotrotz sehr viel Spannung, Gefühle, auch Humor und regt dennoch sehr zum Nachdenken an und bekommt genau deshalb eine klare Leseempfehlung von mir.

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