[Blogtour] „Wo viel Licht ist, da ist auch dein Schatten“ von Julia Beylouny

Halli hallo ihr Lieben und herzlich Willkommen zum ersten Tag der Blogtour zum Buch „Wo viel Licht ist, da ist auch dein Schatten“ von Julia Beylouny! Ich habe heute die Ehre, euch die Autorin im Interview vorzustellen, doch zu Beginn noch ein par Infos zum Buch!

Klappentext
Als Candy ihre Freundin Shirley auf Nova Scotia besucht, freut sie sich auf einen unbeschwerten Sommer in Kanada. Dass sie sich noch dazu Hals über Kopf in den Studenten Ben verliebt, macht ihr Glück perfekt. Doch dann wird Shirley eifersüchtig und will Ben für sich gewinnen.

Ailis lebt in Edinburgh und hält ihre Familie mit Minijobs über Wasser. Sie kümmert sich um den querschnittsgelähmten Angus und ihren Sohn Matthew, der mit der Situation überfordert ist. Ihre einstigen Träume hat sie im Strudel ihrer zahlreichen Pflichten längst vergessen, bis eine plötzliche Begegnung alles verändert.

Genre: Liebesroman| Seiten: 424
Preis:
E-Book: € 1,99 / Taschenbuch: € 12,90| Erschienen: 20.02.2019
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Julia Beylouny auf Facebook  

Hi Julia! Vielen Dank, dass du heute hier bist! Bitte stelle dich doch einmal in deinen eigenen Worten kurz vor!

Sehr gern 😊 Mein Name ist Julia Beylouny, ich bin gebürtige Paderbornerin und lebe noch immer im Kreis Paderborn, zusammen mit meinem Mann und meiner Familie.

Gab es einen Anlass der dich zum Schreiben geführt hat und kannst du uns erklären wieso du dich für das Schreiben entschieden hast?

Einen wirklichen Anlass gab es nicht. Ich schreibe eigentlich schon immer. Angefangen habe ich mit dreizehn, mit Gedichten und Kurzgeschichten. Der Deutschunterricht hat mir immer großen Spaß gemacht, Aufsätze und selbst erdachte Geschichten zu schreiben. Irgendwann wurden es dann Romane.

Ich liebe es, zu schreiben! Es ist eine Art Berufung, der ich nicht widerstehen kann. Schreiben ist für mich Kunst, Ästhetik.

Worte haben eine große Macht, und ich finde, dass wir Autoren somit eine echte Verantwortung gegenüber unseren Lesern haben.

Ich möchte etwas schreiben, das die Menschen auf positive Weise berührt, ihnen ein Lächeln aufs Gesicht zaubert, ein gutes Gefühl in ihnen hinterlässt. Jeder hat irgendein Talent, etwas, das er ganz besonders gut kann. Und unsere Talente sind dafür da, anderen damit eine Freude zu bereiten. Das tue ich mit dem Schreiben 😊

Hast du noch einen anderen Job neben dem Autorendasein und wann schreibst du? Gibt es feste Schreibtermine oder spontan, wie es gerade passt?

Ich bin Mutter und Hausfrau. Mein ursprünglicher Berufswunsch Kinderkrankenschwester wurde vom Schreiben verdrängt. Wenn ich an einem Roman arbeite, schreibe ich in jeder freien Minute. Morgens, abends, nachts. Ich lebe dann sozusagen in zwei Welten. Da kann es auch mal vorkommen, dass ich meine Familie mit den Namen der Protagonisten anspreche … Das ist irre. Die Figuren sind Teil meines Lebens und das macht es jedes Mal schwer, sie am Ende des Buches zu verabschieden. Zwischen zwei Projekten habe ich „Freizeit“. Aber dann kribbelt mein ganzer Körper, in der Erwartung auf neue Charaktere, die sich mir vorstellen wollen.

Hast du eine Muse oder etwas das dich motiviert zu schreiben und woher nimmst du die Ideen für deine Bücher? Was gibt dir die Kraft, zu schreiben, und wem bist du sehr dankbar für seine Unterstützung?

Ich lasse mich gern von einem guten Lied aus dem Radio inspirieren. Von Kunst, von einem Spaziergang durch die Natur, von Menschen in einem vollbesetzten Bus.

Da springen mich die Ideen geradezu an. Die Kraft zum Schreiben kommt von ganz allein. Habe ich einen Anfang und ein Ende im Kopf, läuft der Motor einfach an und es schreibt sich wie von selbst. Ich denke, meine Familie ist es, der ich am meisten dankbar bin. Weil sie meine Attacken, meine ausufernde Fantasie, meine abwesenden Blicke, meine inneren Dialoge mit den Figuren erträgt und mich in diesem Wahn einfach akzeptiert und mir oft Zeit zum Schreiben gibt.

Kommen dir die Ideen beim Schreiben, oder hast du immer einen Notizblock oder etwas anderes dabei?

Ich habe kein Notizbuch. Wenn ich ein neues Buch beginne, kenne ich den Anfang und das Ende. Alles, was dazwischen geschieht, passiert von selbst. Das ist oft sehr spannend, denn manchmal treten Figuren auf, die ich nie erwartet hätte. Wer meine Reihe „Durch die Flut“ kennt, wird sicher staunen, dass ich zunächst eine Ärztin haben wollte. Dann stand da plötzlich Mats im Wattenmeer, ein Arzt, der sich dazu noch in Kriemhild, meine Hauptfigur verliebt hat, der arme Kerl! Er hatte natürlich nie eine Chance bei ihr, aber das musste ich ihm erstmal klar machen … Tja, selbst schuld, wenn er sich so frech einmischt 😉

Bei meinem jetzigen Buch „Wo viel Licht ist, da ist auch dein Schatten“ musste ich vorher ganz anders nachdenken und im Kopf plotten, denn die Geschichte ist sehr komplex. Um das Ende hinzubekommen, mussten der Anfang und die Mitte stimmig sein. Die Leser/innen mussten kleine Hinweise bekommen, ein Puzzle, sodass am Ende alles passt. Aber das ist von Buch zu Buch anders.

Kannst du uns erklären was du beim Schreiben fühlst? Ob bei traurigen, lustigen oder spannenden Szenen? Gibt es Rituale die du beim Schreiben befolgst?

Ich sage immer, ich kann niemals einen Krimi oder Thriller schreiben, und das ist wohl auch so. Denn ich fühle beim Schreiben alles so intensiv, als würde die Geschichte tatsächlich geschehen, als wäre sie meinem Leben sehr nahe. Wenn ich also einen Krimi schreiben würde, hätte ich Angst, dass am Ende jemand tot ist 😉

Ich habe Kopfkino beim Schreiben, ich sehe die Figuren da, als ständen sie neben mir. 90% der Dialoge, die ich mit ihnen im Kopf führe, kommen nie ins Buch. Sie dienen nur dazu, dass wir uns richtig gut kennenlernen. Und dann weine ich bei traurigen Szenen, ich lache mich tot bei lustigen und ich verliebe mich, wenn meine Hauptfigur es tut. Das ist Achterbahn pur! Und auch ein bisschen paranoid. Stell dir vor, der Postbote klingelt, weil ein Paket ankommt, und du musst ihm mit verheulten Augen öffnen, weil deine Prota dir gerade erzählt hat, wie ihre Eltern bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen sind. Das ist nicht lustig. Oder wenn deine Kinder wissen wollen, wieso du plötzlich einen Lachanfall bekommst. Sicher denken sie, okay, Mama vom Planeten Durchgeknallt hat wieder ihre fünf Minuten …

Rituale beim Schreiben? Kaffee! Und Schoki 😊

Zu Welchem Genre zählst du dein Buch? Wie bist du auf genau dieses Genre gekommen?

Liebesroman! Ich liebe die Liebe und Liebesromane! Das bin ich. Das ist es, wofür mein Herz schlägt! Ich liebe die Geschichten von Paaren, die seit einer Ewigkeit glücklich zusammen sind und die Art, wie sie sich kennengelernt haben und wussten: Der oder die und sonst keiner! Und für immer! Oje, klingt das kitschig! Ich bin eine hoffnungslose Romantikerin …

Wer macht dein Cover? Gestaltest du sie selbst oder überlässt du dies anderen? Wenn du könntest: von wem würdest du dir ein Cover wünschen?

Wenn ich einen Verlag habe, machen die das Cover. Wie das wunderschöne, pinke von „Erinner mich an Liebe“, das hat der Ullstein-Forever gemacht. Ansonsten hat Isabelle Schmitt-Egner schon einige gemacht, wie auch das von „Wo viel Licht ist, da ist auch dein Schatten“. Sie kann das so toll und ich liebe ihre Cover!! Bei „Durch die Flut“ und „Lisanne“ hat mein Cousin gemalt und der Verlag fand sie gut!

Wie ist es für dich, ein Buch zu beendet und es der Welt zum lesen zur Verfügung zu stellen?

Schön und traurig! Schön, weil ich ein Projekt abgeschlossen habe und mich auf die Reaktionen der Leser/innen freue! Und traurig, weil ich meine „Kinder“ in die Welt entlassen muss. Ich vermisse sie dann immer erst für eine Weile und schaue hin und wieder nach, wie es ihnen so geht.

Und manchmal bin ich sogar ein bisschen sauer auf die Menschen, die Bücher „fressen“. Weil viele gar nicht wissen, wie viel Herzblut, Zeitaufwand, Liebe zum Detail, schlaflose Nächte und Recherche es braucht, um ein Buch zu schreiben. Monate kann das dauern! Und dann ist es raus und – zack, in zwei Stunden ausgelesen. Dann weine ich manchmal heimlich und denke: So schnell, wie ihr lest, kommt man ja gar nicht mit dem Schreiben hinterher 😉

ALSO: Lasst es euch auf der Zunge zergehen! Lasst es in eure Herzen, denn Bücher sind kleine Welten, die lebendig sind!

Sind deine Bücher Einteiler oder folgen noch weitere Bücher? Ist grade etwas in Arbeit oder Planung?

„Durch die Flut“ ist eine Trilogie. „Erinner mich an Liebe“ und „Erinner mich zu leben“ gehören schon zusammen, aber man kann sie auch unabhängig voneinander lesen. Dann würde ich aber mit „Erinner mich an Liebe“ anfangen, wegen des Spoilers. Solange ich lebe werde ich schreiben, also ja, es folgen noch Bücher. Und irgendwas ist immer los. In meinem Kopf, auf dem Papier, in meinem Herzen. Wer oder was es dann auch in den Buchhandel schafft, ist immer spannend! Im Moment arbeite ich mit einer anderen Autorin an einem Geheimprojekt. Und an Kurzgeschichten. Und dann steht ein neues Projekt mit der italienischen Familie an, deren Biografie „Antonio hat eine Idee“ ich geschrieben habe. Also viiiel zu tun!

Wie aufgeregt bist du vor einer Veröffentlichung?

Sehr! Es ist einfach aufregend! Wie reagieren die Leser/innen? Wird die Idee toppen oder floppen? Was denken meine Nachbarn? Habe ich Logikfehler übersehen? Was, wenn jemand herausfindet, dass ich noch nie am Loch Ness oder am Cape Cod war? Was, wenn Google-Earth mich veräppelt hat und da gibt es gar kein Meer in der Nähe? Und dann stelle ich mir vor, was die Leute wohl denken, die mich im echten Leben kennen und sagen, was, DIE schreibt SOLCHE Bücher??? Fragen über Fragen …

Welche Erwartungen hast du an deine Bücher und deine Leser?

An meine Bücher nur die, die ich auch an mich selbst habe: Mit jedem neuen Buch das beste Buch schreiben, das ich je geschrieben habe. Ich bin sehr ehrgeizig und will mich weiterentwickeln. Und von meinen Lesern erhoffe ich mir, dass sie sich genauso in die Charaktere verlieben wie ich. Dass sie die Figuren in ihre Herzen schließen und ihnen einen besonderen Platz geben. Und natürlich, dass ich sie berühre und neugierig auf meine anderen Bücher mache 😊

Wie reagierst du auf Kritik? Sowohl auf positive als auch auf negative.

Ich liebe Kritik!! Immer her damit! Haut mir um die Ohren, was ihr gut oder scheiße findet, denn nur daraus kann ich lernen. Ein Leben ohne konstruktive Kritik ist öde und langweilig. Ich möchte wissen, was ich anders machen muss, also sagt es mir. Ich bin nicht böse. Nur, wenn ihr es mir nicht sagt.

Was ist das schönste das du bisher in deinem Autorendasein erlebt hast?

Oh, da gibt es viele schöne Dinge! Sehr berührend war es zum Beispiel, echte „Fans“ auf der Leipziger Buchmesse zu treffen! Oder eine ernstgemeinte Rezension zu lesen, die mir Freudentränen in die Augen treibt, wenn meine Bücher den Lesern gefallen haben. Das ist das allerschönste! Denn wenn die Geschichten den Lesern gefallen, dann hat sich all die Mühe gelohnt! Und schließlich seid ihr es, für die ich schreibe!

Erzähl uns doch noch ein bisschen über dich! Was gibt es noch interessantes über dich zu wissen, was wir noch nicht ausgefragt haben?

Ich glaube, das war schon ein sehr intensives Interview! Ich danke dir von Herzen, liebe Liza  und freue mich auf die Blogtour mit dir und den anderen Bloggerinnen! Danke, dass du und ihr euch so für die Bücher und ihre Schreiber einsetzt 😊 Es hat Spaß gemacht, deine Fragen zu beantworten und hoffentlich sehen wir uns in Leipzig und/ oder bei meinem nächsten Roman!

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